Studienerfolg und visuelles Modellverständnis in der Chemie und den Ingenieurwissenschaften

Studienerfolg und visuelles Modellverständnis in der Chemie und den Ingenieurwissenschaften

Dickmann, Thomas, Opfermann, Maria & Rumann, Stefan

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2016

„Chemistry is a visual science” (Wu & Shah, 2004). Dieser Satz unterstreicht die enorme Bedeutung von Visualisierungen in der Chemie und im Lernen eben jener. Das ALSTER-Teilprojekt D beschäftigt sich nun mit der Rolle des visuellen Modellverständnisses (VMV) im Hinblick auf erfolgreiches Lernen und Studienerfolg.

In einem ersten Schritt wurde ein Test entwickelt, der visuelles Modellverständnis allgemein und fachspezifisch erfasst, und längsschnittlich bei 264 Studierenden an zwei Messzeitpunkten eingesetzt. Die interne Konsistenz ist zufriedenstellend (Cronbach’s α: 0,822). Die Performanz im VMV hängt in einem signifikanten Ausmaß mit den Leistungen der Studierenden im chemischen Fachwissenstests (r = 0,483**) zusammen. Darüber hinaus, allerdings etwas geringer, korreliert das VMV mit der Leistung in der Klausur zur Allgemeinen Chemie im ersten Semester (r = 0,246*). Das visuelle Verständnis von Graphiken, Bildern und Diagrammen scheint unseren Erwartungen entsprechend essentiell wichtig, um Chemie in seiner Gesamtheit zu erfassen und zu verstehen.

Referenz:

Dickmann, Thomas, Opfermann, Maria & Rumann, Stefan (2017). Studienerfolg und visuelles Modellverständnis in der Chemie und den Ingenieurwissenschaften. In: C. Maurer (Hrsg.), Implementation fachdidaktischer Innovation im Spiegel von Forschung und Praxis. Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik, Jahrestagung in Zürich 2016. (S. 67). Universität Regensburg

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