Aufgabenschwierigkeit und Cognitive Load

Aufgabenschwierigkeit und Cognitive Load

Trottenberg, Dennis, Müller, Rainer & Franz, Torsten

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2016

In einer explorativen Studie an 23 Physikstudierenden untersuchten wir mit sieben Aufgaben aus der Mechanik, inwiefern sich der Cognitive Load als ein Maß für die Aufgabenschwierigkeit eignet. Hierzu erhoben wir ausgehend von Stindt (2014) und Johnstone et al. (1986) zum einen die Anzahl der Lösungsschritte und zum anderen die wahrgenommene mentale Anstrengung als Indikator für den Cognitive Load (Paas, 1992). Im Einklang mit den vorangegangenen Studien konnte ein Schwellenverhalten der Lösungsschritte als Maß für die Aufgabenschwierigkeit beobachtet werden. Darüber hinausgehend konnten wir auch beim Cognitive Load ähnliche Schwelleneffekte feststellen. Damit scheint die Cognitive Load Theory einen guten Ansatz darzustellen, das rapide Absinken der Lösungshäufigkeit mit zunehmender Komplexität zu untersuchen. Die Ergebnisse geben Hinweise auf die Möglichkeit eines „sinnvolle[n] Austarieren[s]“ der Faktoren Aufgabenschwierigkeit und Cognitive Load, wie es von Kuhn et al. (2010) speziell für die Kontextorientierung erfragt wird.

Referenz:

Trottenberg, Dennis, Müller, Rainer & Franz, Torsten (2017). Aufgabenschwierigkeit und Cognitive Load. In: C. Maurer (Hrsg.), Implementation fachdidaktischer Innovation im Spiegel von Forschung und Praxis. Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik, Jahrestagung in Zürich 2016. (S. 91). Universität Regensburg

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