Spricht motivierende Gestaltung von Lernmaterial vorrangig Mädchen an?

Spricht motivierende Gestaltung von Lernmaterial vorrangig Mädchen an?

Schüßler, Katrin, Koenen, Jenna & Sumfleth, Elke

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2016

Motivierende Gestaltung soll eine intensive Auseinandersetzung mit Lernmaterial anregen und so zu einem tieferen Verständnis führen (Mayer, 2014). Daher wurden 3 Lösungsbeispiele zum Thema Säure entwickelt, bei denen die Fachinhalte im Dialog zwischen den Protagonisten einer lebensweltlichen Cover Story präsentiert werden. Lernende der 9. Klasse lernten im Rahmen einer Interventionsstudie mit pre-, post-Design an 3 Terminen mit dem Material.

Die Ergebnisse zeigen, dass Mädchen das Material insgesamt positiver bewerten als Jungen (F(1,431) = 13.26, p < .001, ƞp2 = .030) und ihnen die Arbeit mit dem Material mehr Spaß macht (F(1,336) = 17.01, p < .001, ƞp2 = .048). Für das Fachwissen zeigt sich ein Wissenszuwachs für Lernende beider Geschlechter. Elemente der Cover Story werden allerdings von Mädchen häufiger erinnert als von Jungen. Dieser Beitrag soll Ursachen für die gefundenen Geschlechterunterschiede, wie zum Beispiel unterschiedliche Lesegewohnheiten, sowie mögliche Konsequenzen für den naturwissenschaftlichen Unterricht diskutieren. Referenz: Schüßler, Katrin, Koenen, Jenna & Sumfleth, Elke (2017). Spricht motivierende Gestaltung von Lernmaterial vorrangig Mädchen an?. In: C. Maurer (Hrsg.), Implementation fachdidaktischer Innovation im Spiegel von Forschung und Praxis. Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik, Jahrestagung in Zürich 2016. (S. 174). Universität Regensburg Den Beitrag können Sie hier als pdf herunterladen.

Der gesamte Tagungsband, in dem dieser Beitrag erschienen ist, ist ebenfalls verfügbar: Tagungsband herunterladen