Kautschuk aus Löwenzahn im Chemieunterricht selbst gewinnen – Curriculare Innovationsforschung anhand eines praktischen Beispiels

Kautschuk aus Löwenzahn im Chemieunterricht selbst gewinnen – Curriculare Innovationsforschung anhand eines praktischen Beispiels

Göbel, Mareike & Gröger, Martin

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2016

Um eine Alternative zu Tropenkautschuk aus Hevea brasiliensis zu erhalten, haben sich Wissenschaftler mit einer russischen Löwenzahnart (Taraxacum kok-saghyz) beschäftigt (vgl. u.a. Schulze Gronover; Prüfer 2010). Aus ihren Wurzeln kann Kautschuk, ein Elastomer aus cis-1,4-Polyisopren im Chemieunterricht selbständig gewonnen werden.

Im Vortrag stellen wir verschiedene Experimente für Mittel- und Oberstufe vor, mit denen es Lernenden möglich ist, selbstständig einen Arbeitsgang von Aussaat und Ernte der Wurzeln über die Extraktion des Kautschuks bis zum Nachweis zu entwickeln und durchzuführen. Dabei werden, angelehnt an die Forderungen einer curricularen Innovation (Tausch 2004), aktuelle Bestrebungen der Wissenschaft wie die Verarbeitung des Löwenzahn-Kautschuks in Autoreifen in den Chemieunterricht eingebracht.

Literatur:

Schulze Gronover, C.; Prüfer, D. (2010): Kautschuk aus Löwenzahn. In: K.-F. Berger und S. Kiefer (Hg.): Dichtungstechnik. Jahrbuch 2009. Mannheim: ISGATEC, S. 46–50.

Tausch, M. W. (2004): Curriculare Innovation. In: PdN – ChidS 53 (8), S. 18–21.

Referenz:

Göbel, Mareike & Gröger, Martin (2017). Kautschuk aus Löwenzahn im Chemieunterricht selbst gewinnen – Curriculare Innovationsforschung anhand eines praktischen Beispiels. In: C. Maurer (Hrsg.), Implementation fachdidaktischer Innovation im Spiegel von Forschung und Praxis. Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik, Jahrestagung in Zürich 2016. (S. 320). Universität Regensburg

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