Qualitative Inhaltsanalyse von Gesprächen – ohne Transkription

Qualitative Inhaltsanalyse von Gesprächen – ohne Transkription

Efing, Nicolas & Sommer, Katrin

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2016

Für die Qualitative Inhaltsanalyse (QIA) (Mayring 2010) wird in der Regel ein niedergeschriebener Text benötigt. Bei Gesprächsaufnahmen wäre damit eine Transkription erforderlich, welche mit hohem Arbeitsaufwand und Veränderungen der Daten verbunden ist (Ehlich & Switalla 1976).

Für die Analyse von Videomaterial (Brückmann & Duit 2014) kann die QIA unter Zuhilfenahme einer entsprechenden Software ohne Transkription angewendet werden (z.B. Mayring et al. 2005). Dies impliziert eine mögliche Verwendung auch bei Audiomaterial. Ein Vergleich von Softwareprogrammen (Glüer 2015) zeigt, dass die Open Source-Software Eudico Linguistik Annotator (ELAN) aufgrund umfangreicher Funktionen für die QIA einsetzbar ist. Da ELAN für die Psycholinguistik entwickelt worden ist, ist eine ausgiebige Auseinandersetzung zum richtigen Einsatz der Funktionen der Software erforderlich.

Im Vortrag wird die gezielte Nutzung von ELAN und das methodische Vorgehen zur Qualitativen Inhaltsanalyse von Gesprächen, pilotiert an Audio-Daten aus einer Experimentier-Sequenz des Eltern-Kind-Projektes KEMIE, vorgestellt.

Referenz:

Efing, Nicolas & Sommer, Katrin (2017). Qualitative Inhaltsanalyse von Gesprächen – ohne Transkription. In: C. Maurer (Hrsg.), Implementation fachdidaktischer Innovation im Spiegel von Forschung und Praxis. Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik, Jahrestagung in Zürich 2016. (S. 340). Universität Regensburg

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