Implementation nur bedingt gelungen: Stärken und Schwächen von Seminarfächern aus der Perspektive der Lehrkräfte

Implementation nur bedingt gelungen: Stärken und Schwächen von Seminarfächern aus der Perspektive der Lehrkräfte

Weirauch, Katja & Geidel, Ekkehard

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2016

Mit Implementation von Seminarfächern in verschiedenen Bundesländern fand ein neues Unterrichtsformat Eingang in die gymnasiale Oberstufe. In einer qualitativen Interview-Studie wurde untersucht, welche neuen didaktischen und organisatorischen Herausforderungen Chemie-Lehrkräfte bei der Durchführung von Seminarfächern nach ihren eigenen Aussagen bewältigen müssen und wie sie diesen Herausforderungen begegnen. Für die qualitative Inhaltsanalyse wurden deduktive Kategorien aus dem COACTIV-Modell des Professionswissens generiert und die Kompetenzfacetten für Chemie-Lehrkräfte spezifiziert. Eine weitergehende induktive Kategorienbildung resultierte in einem Modell des spezifisch für Seminarfächer notwendigen Professionswissens. Insgesamt wurde deutlich, dass die Lehrkräfte für die Durchführung der Seminarfächer maßgeblich Expertisen benötigen, für die sie nicht ausgebildet sind. Wie unsere Daten belegen, erweitern sie in Ermangelung entsprechender Implementationsmaßnahmen ihr Professionswissen diesbezüglich im Rahmen ihres Unterrichtens.

Referenz:

Weirauch, Katja & Geidel, Ekkehard (2017). Implementation nur bedingt gelungen: Stärken und Schwächen von Seminarfächern aus der Perspektive der Lehrkräfte. In: C. Maurer (Hrsg.), Implementation fachdidaktischer Innovation im Spiegel von Forschung und Praxis. Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik, Jahrestagung in Zürich 2016. (S. 408). Universität Regensburg

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