Erkenntnisgewinnung in Schulbüchern – Qualitative Inhaltsanalyse von Experimentieraufgaben

Erkenntnisgewinnung in Schulbüchern – Qualitative Inhaltsanalyse von Experimentieraufgaben

Strippel, Christian & Sommer, Katrin

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2016

Schulbücher sind wesentliches Mittel der Unterrichtsvorbereitung für Lehrkräfte (Beerenwinkel & Gräsel, 2015). Allerdings ist die Darstellung des naturwissenschaftlichen Weges der Erkenntnisgewinnung auf den Methodenseiten in deutschen Schulbüchern lückenhaft (Strippel, Tomala & Sommer, 2016). Darauf aufbauend stellt sich die Frage, wie die Darstellung in anderen Gestaltungselementen von Schulbüchern erfolgt.

In dieser Studie wird die Qualität der inhaltlichen Darstellung der Erkenntnisgewinnung in Schülerexperimenten für die 5. bis 9. Klasse untersucht. Die Stichprobe umfasst 605 Versuchsvorschriften aus 13 deutschen Schulbüchern (Biologie, Physik, Chemie, NW). Die Auswertung erfolgt mittels validierter Kategoriensysteme zur nw. Erkenntnisgewinnung durch qualitative Inhaltsanalyse. Es zeigt sich, dass Erkenntnisgewinnung nur unvollständig dargestellt wird. Ein Versuchsdesign existiert in 90% der Fälle, aber Interpretation (65%) und Fragestellung (35%) werden deutlich seltener angegeben bzw. gefordert. Die Aufbereitung stellt also eine bedeutende Aufgabe für Lehrkräfte dar.

Referenz:

Strippel, Christian & Sommer, Katrin (2017). Erkenntnisgewinnung in Schulbüchern – Qualitative Inhaltsanalyse von Experimentieraufgaben. In: C. Maurer (Hrsg.), Implementation fachdidaktischer Innovation im Spiegel von Forschung und Praxis. Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik, Jahrestagung in Zürich 2016. (S. 480). Universität Regensburg

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