WiKa-Workshops im Rahmen der GDCP Jahrestagung 2026

Workshops für Wissenschaftler:innen in einer frühen Karrierephase im Rahmen der GDCP-Jahrestagung

Im unmittelbaren Vorfeld der GDCP-Jahrestagung 2026 in Heidelberg finden am Montag, den 07.09.2026, in der Zeit von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr in den Tagungsräumlichkeiten der Jahrestagung Workshops statt, die sich primär an Wissenschaftler:innen in einer früheren Karrierephase (WiKa) in der Gesellschaft richten. Die maximale Teilnehmendenzahl pro Workshop liegt bei 20 Personen.


Workshop 1: Gute wissenschaftliche Praxis – mit einem Schwerpunkt auf dem Umgang mit kritischen Rückmeldungen bzw. Reviews 

Referent: Prof. Dr. Christoph Gut-Glanzmann

In vielen Qualifizierungsformaten werden Reviews als Bestandteil wissenschaftlicher Qualitätssicherung eingesetzt. Negativ-kritische Rückmeldungen können dabei verunsichern oder gar die Weiterarbeit am Manuskript blockieren. Der Workshop nimmt deshalb den konstruktiven Umgang mit kritischen Reviews in den Blick. Anhand eines theoretisch fundierten Kategoriensystems für Reviewer-Rückmeldungen sollen die Teilnehmenden zum einen für die Erfordernisse einer wissenschaftlichen Argumentationsstruktur in Forschungsbeiträgen sensibilisiert werden. Zum anderen sollen Strategien im Umgang mit bestimmten Kategorien von Rückmeldungen diskutiert werden. „Geübt“ werden  soll im Workshop anhand anonymisierter Beispiele von Reviewer-Rückmeldungen sowie an konkreten, eigenen Beispielen der Teilnehmenden. Die Teilnehmenden werden daher gebeten, wenn vorhanden ein wichtiges, interessantes oder für die teilnehmende Person «problematisches» Review anonymisiert (keine Angaben zur Publikation, Titel, Journal, Herausgebenden, Autor:innen etc.) in den Workshop zu bringen.


Workshop 2: Das Rasch-Modell als Einstieg in die Item-Response-Theorie: Einführung und praktische Umsetzung in R

Referentin: Dr. Glena Iten

Zur Erfassung latenter Merkmale benötigen wir geeignete Messmodelle. Die Item-Response-Theorie (IRT) bietet hierfür modellbasierte Ansätze, die über zentrale Annahmen der Klassischen Testtheorie hinausgehen.

Dieser Workshop führt in die konzeptionellen Grundlagen des Rasch-Modells als grundlegendes IRT-Modell ein. Der Schwerpunkt liegt auf einer verständlichen Einführung und der praktischen Umsetzung in R. Anhand eines Beispieldatensatzes – oder optional eigener Daten – schätzen die Teilnehmenden ein Rasch-Modell, interpretieren Item- und Personenparameter und diskutieren zentrale Modellannahmen.

Der Workshop richtet sich an Teilnehmende mit grundlegenden Statistikkenntnissen und Interesse an praxisorientierter Testmodellierung.


Workshop 3: Typen qualitativer Inhaltsanalyse

Referent:innen: Dr. Inka Haak & Dr. Markus Feser

Die qualitative Inhaltsanalyse gehört zu den Standardverfahren naturwissenschaftsdidaktischer Forschung. Mit „qualitativer Inhaltsanalyse“ ist dabei oftmals die zusammenfassende qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring gemeint, obwohl Mayring selbst verschiedenste Typen der Methode benennt. Hinzukommt, dass sich neben Mayring auch andere Methodenforscher*innen mit der qualitativen Inhaltsanalyse auseinandergesetzt haben und eigene Vorschläge bzgl. ihrer Grundlegung und Umsetzung erarbeitet haben (z. B. Kuckartz; Schreier; Krippendorff; Hsie & Shannon). Kurz: Es gibt nicht „die“ qualitative Inhaltanalyse, sondern unterschiedliche „Spielarten“ dieser Methode, die jeweils für das eigene Forschungsvorhaben mehr oder weniger geeignet bzw. ertragreich sein können. Die Teilnehmer*innen des Workshops erwarten daher folgende Themen, die sowohl theoretisch, als auch praktisch erarbeitet werden:

  • Die Entwicklung eines allgemeinen Verständnisses von qualitativer Inhaltsanalyse.
  • Ein Vergleich verschiedener Typen der qualitativen Inhaltsanalyse hinsichtlich ihrer Zielsetzungen, sowie ihrer individuellen Stärken und Schwächen.
  • Ein Überblick zu Möglichkeiten der Kategorienbildung.
  • Eine Zusammenschau von Gütekriterien qualitativer Inhaltsanalyse und ihrer Herstellung.

Der Workshop richtet sich an Teilnehmende mit ersten Erfahrungen oder Berührungspunkten in der qualitativen Inhaltsanalyse, die noch am Anfang ihrer methodischen Praxis stehen.


Workshop 4: Von der Idee zum Drittmittelantrag: Einstieg in die Förderlandschaft von Stiftungen & Co

Referent: Prof. Dr. Stefan Schwarzer

Der Workshop richtet sich hauptsächlich an Wissenschaftler*innen in der frühen Postdoc-Phase, die erste Erfahrungen in der Einwerbung von Drittmitteln sammeln möchten. Wir werfen dafür zunächst einen übergeordneten Blick auf die deutsche Förderlandschaft mit dem Schwerpunkt MINT-Stiftungen und niedrigschwellige Antragsstellungen wie z.B. beim FCI, die nicht nur eine Förderung von Grundlagenforschung sondern auch von Entwicklungsprojekten ermöglichen. Nachgelagert werden auch Unterschiede zur Förderung durch das BMFBSFJ betrachtet.
Die Teilnehmenden sollen durch den Workshop befähigt werden, passende Förderoptionen zu identifizieren und erste Schritte in Richtung eines eigenen Drittmittelantrags zu gehen. Aufbauend auf Erfahrungen eigener Antragsstellungen und durchlaufener Auswahlverfahren werden beispielhafte Projektvorhaben diskutiert und Rückmeldungen zu zukünftigen Anträgen der Teilnehmenden gegeben.


Für die Teilnahme an einem der Workshops ist eine verbindliche Anmeldung bis zum 31.07.2026 erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro. Zahlungsinformationen erhalten Sie zum Abschluss des Anmeldevorgangs.

 

Details Price Qty
Workshop 1: Gute wissenschaftliche Praxis – mit einem Schwerpunkt auf dem Umgang mit kritischen Rückmeldungen bzw. Reviews 20,00€ EUR  
Workshop 2: Das Rasch-Modell als Einstieg in die Item-Response-Theorie: Einführung und praktische Umsetzung in R 20,00€ EUR  
Workshop 3: Typen qualitativer Inhaltsanalyse 20,00€ EUR  
Workshop 4: Von der Idee zum Drittmittelantrag: Einstieg in die Förderlandschaft von Stiftungen & Co 20,00€ EUR  

  • Workshops für Wissenschaftler:innen in einer frühen Karrierephase
     September 7, 2026
     9:00 a.m. - 12:00 p.m.

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